Tipps: Wie du deine Augen trainierst

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Tipps - Wie du deine Augen trainierst

Was viele Menschen immer wieder vergessen: das Auge ist ein Muskel und sollte daher (genau wie alle anderen Muskeln auch) trainiert werden. Wie ihr das anstellt, ob morgens als kleine Übung im Bett, während der Arbeit oder einfach mal zwischendurch, stellen wir euch im Augen-Trainings-Programm vor.

Zunächst ist es wichtig, die Anatomie des Auges zu verstehen. Bestimmt habt ihr euch schon einmal gefragt wie eine Sehschwäche entsteht und welche anatomischen Unterschiede zwischen der Kurz- und Weitsichtigkeit bestehen.

Normalerweise werden ankommende Lichtstrahlen auf der Netzhaut gebündelt und gebrochen, so entsteht für den Menschen ein scharfes Bild. Bei der Kurzsichtigkeit jedoch werden die Lichtstrahlen bereits vor der Netzhaut gebündelt und das ferne Blickfeld wirkt verschwommen. Ursachen für die sogenannte „Myopie“ sind ein zu langer Augapfel, d.h. ein zu großer Abstand von Hornhaut und Linse zur Netzhaut, oder ein zu hoher Brechwert der Linse.

Während sich die Kurzsichtigkeit im Laufe des Lebens auch entwickeln kann, ist die Weitsichtigkeit (im Fachjargon „Hyperopie“ genannt) angeboren. Um Objekte auch aus der Nähe sehen zu können, muss die Augenmuskulatur gut ausgebildet sein. Nur so kann das Bild, ähnlich dem eines Kameraobjektivs, „scharfgestellt“ werden. Das Auge ist bei Weitsichtigen allerdings häufig zu kurz, bzw. die Hornhaut ist zu schwach gekrümmt.

Kommen wir nun zu den Augenübungen, die ihr Zuhause oder während der Mittagspause durchführen könnt:

1. Muskeln aufwärmen.

Wie bei jeder anderen Sportübung auch, sollten zuerst die Muskeln aufgewärmt werden. Dazu reibt ihr eure Hände aneinander, damit eine wohltuende Wärme entsteht. Sind die Hände warm genug, legt ihr sie für einige Sekunden auf eure geschlossenen Augen. Kurz die Augen schließen und für einen Moment entspannen ist doch immer was Schönes, oder? 😉

2. Augen rollen.

Nun kann es losgehen. Auch wenn ihr manchmal vielleicht ganz unbewusst eure Augen verdreht, könnt ihr nun ganz bewusst eure Augen damit trainieren. Testet zunächst einmal aus wie weit nach oben bzw. unten, links und rechts ihr mit eurem Auge schauen könnt. Na, überrascht? Vor allem die Brillenträger werden es mittlerweile gewohnt sein immer den Kopf mitzunehmen, anstatt nur mit den Augen den Punkt des Interesses zu verfolgen. Kreist nun langsam 10x die Augen im Uhrzeigersinn und anschließend 10x gegen den Uhrzeigersinn. Kurze Pause und Augen schließen.

3. Fokussieren!

Als Kurzsichtige beginnt ihr mit dem Finger vor eurer Nase, bewegt ihn nun ganz langsam von euch weg und versucht ihn dabei weiterhin mit euren Augen scharf zu stellen. Als Weitsichtige führt ihr diese Übung umgekehrt aus.

4. Fixieren!

Sucht euch drei unterschiedlich weit gelegene Objekte aus (aus kurzer, mittlerer und weiter Entfernung). Versucht nun nacheinander alle Objekte für eine kurze Zeit scharf zu stellen. Wiederholt diese Übung drei Mal.

5. Langsam entspannen.

Nun malt mit euren Augen eine unsichtbare Acht, diese kann mal kleiner, mal größer werden, je nachdem wonach euch gerade ist.

Zum Schluss die Augen noch einmal schließen und mit euren warm geriebenen Händen bedecken.

Langsam entspannen

 

Bisher gibt es leider noch keine fundierten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Wirksamkeit dieser Augenübungen. Durchhaltevermögen ist dabei aber besonders wichtig, damit Verbesserungen auch langfristig überhaupt möglich sind. Schaden können die Übungen eurem Auge aber auf keinen Fall, falls sie eure Sehschwäche nicht sogar verbessern, werden die Übungen sie wenigstens auf einem konstanten Level halten können.

Natürlich könnt ihr auch über eine augengesunde Ernährung wichtige Nährstoffe wie Beta-Karotin aufnehmen. Lest dazu mehr in unserem Artikel „Gesundes Essen für deine Augen“.

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