Auf den Spuren der Brille – Ein historischer Einblick

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Es gibt sie in rund, es gibt sie in eckig. Groß, klein, ganz bunt oder schwarz. Sie ist ein essentieller Begleiter im Alltag, eine zeitweilige Unterstützung oder ein modisches Accessoire. Die Brille ist vielseitig und heutzutage nicht mehr wegzudenken. Wie aber entstand das Gestell mit zwei Gläsern? Wir wollen euch heute nicht die gesamte Geschichte der Brille näherbringen (denn darüber könnte man sicherlich Bücher schreiben), sondern euch einen kurzen und knackigen Einblick in die historischen Hintergründe geben.

Die Anfänge und erste Versuche

Schon im antiken Griechenland beschäftigte man sich mit der Lichtbrechung – ein wichtiger Grundbaustein für die Lehre der Optik. Eine erste Lesehilfe wurde ungefähr 1200 n.Chr. geschaffen: Der Lesestein. Diese ‚Glasplatte‘ wurde über Schriften gelegt, um diese zu vergrößern. So konnten alterblinde Mönche die Buchstaben wieder entziffern. Und hier hat auch der Name ‚Brille‘ seinen Ursprung. Lesesteine wurden aus Quarz, Bergkristall oder Halbedelsteinen, sogenannten Beryllen, gefertigt. Aus dem mittelhochdeutschen berillus und berille entstand schließlich das Wort Brille.

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Die Brille kommt ins Rollen

Vom Lesestein hin zu einer Brillenform, die nah am Auge war, kam man gegen Ende des 13. Jahrhunderts. Man hatte erkannt, dass man so mehr von der Umwelt erfassen konnte und als logische Konsequenz fertigte man gleich zwei Gläser. Für jedes Auge eines. Bequem war diese erste Form der Brille jedoch nicht. Sie besaß noch keine Bügel. Wollte man hindurchschauen, musste man sie sich vor die Augen halten. Bis zur heute gängigen Brille mit zwei Bügeln, die hinter dem Ohr klemmen, dauerte es noch eine Weile. Bis zum 18. Jahrhundert, in dem die ‚Ohrenbrillen‘ langsam an Bekanntheit gewannen, betätigten die Menschen sich kreativ und fanden Wege ihre Brille zu befestigen. Brillen wurden mit Bändern um den Kopf gespannt, an Mützen befestigt oder mit Zwickern auf die Nase gesetzt. Wohl am bekanntesten ist wohl das Monokel, welches sich in die Augenhöhle geklemmt wurde.

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Noch bis Mitte der 1960er Jahre war es in Deutschland sehr aufwendig eine Brille herzustellen, da zum Beispiel bei Brillen aus Metallfassung jeder Schritt Handarbeit war. Heutzutage geschieht die Produktion natürlich maschinell und viel weniger aufwendig in Massenproduktion.

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